A 46 Lückenschluss wackelt

Was uns seit Jahren klar ist, scheint auch in Berlin angekommen zu sein: auf unsere Nachfrage im Büro des verkehrspolitischen Sprechers der Bundestagsfraktion, Anton Hofreiter, wurde bestätigt, dass der Lückenschluss zwischen Hemer und Neheim im 5-Jahres-Investitionsplan der Bundesregierung nicht vorkommt. Gut so. Jeder Planungseuro wäre an dieser Stelle verschwendet, denn einen Konsens über den Lückenschluss wird es wohl niemals geben.
Auch wenn die IHK trickste und ein paar Bürgermeister zu einem Ja zur Trasse 15 bewegte (mehr nachzulesen unter www.giga46.de). Der sogenannte “Konsens” den man vortäuschen wollte, hielt gerade einen Tag, dann ruderte Wickede schon mit aller Kraft zurück. In Menden wurde erst gar nicht gefragt.

Gigantische Brücken und Tunnel durch schönste Landschaft; das würde der Lückenschluss bedeuten. Es wäre eines der, wenn nicht gar DAS teuerste Stück Autobahn im (sowieso total unterfinanzierten) Bundesverkehrswegeplan. Wenn der im Jahr 2015  fortgeschrieben wird, kommen nur Projekte hinein, die von den Ländern auch gemeldet werden. Und da sollte es in NRW sicher notwendigere Projekte geben. Viel notwendiger, wenn auch in einem anderen Etat stehend, wäre eine zweispurige Sanierung der Ruhrtalbahn, gegen die sich die Bundesbahn mit Händen und Füßen wehrt. Statt in die Autobahn sollte man besser die Bahnstrecke investieren!

In diesem Sinne werden wir den Koalitionspartner in Düsseldorf weiter bekneten, denn es gibt durchaus Befürworter der A46 in der SPD. Aber eben auch solche, die sich einer vernünftigen Lösung in Form von Ortsumgehungen nicht verschliessen, um an den verkehrsreichen Engpässen Erleichterungen zu schaffen. Wenn wir nicht lernen, Prioritäten zu setzen und den Erhalt von Straßen vor den Neubau zu stellen, haben wir in absehbarer Zeit nur noch Buckelpisten auf den Dörfern und ein paar wenige Schnellstraßen, um daran vorbei zu fahren.

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