Antibiotikaproblem in der Massentierhaltung

Massives Antibiotika-Problem in der Massentierhaltung: Eine Studie des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz hat jetzt belegt: 91,6 Prozent der Tiere in der Hähnchenmast in NRW kamen in dem Untersuchungszeitraum mit Antibiotika in Kontakt.
Als weitere Reaktion auf den massiven Medikamenten-Einsatz wird das NRW-Verbraucherschutzministerium zwei neue Untersuchungen in NRW über den Einsatz von Antibiotika bei Puten und Schweinen vorlegen. Der grüne Umweltminister Remmel sagt hierzu: „Die Vorbereitungen für diese Untersuchung sind angelaufen. Wir erwarten, dass die Zahlen im nächsten Jahr vorliegen werden.“ Zudem soll in den nächsten Wochen der Abschlussbericht der sogenannten „Verschleppungsstudie“ vorgelegt werden. In dieser Studie wurde unter anderem untersucht, ob Masttiere Antibiotika über Rückstände im Trinkwasser-System auch in den Zeiten erhalten, in denen überhaupt nichts verordnet wurde.“ Hier eine kurze Zusammenstellung der Abschlussergebnisse:
http://www.umwelt.nrw.de/verbraucherschutz/tierhaltung/antibiotikastudie/antibiotikastudie_abschlussbericht/index.php
Da aus Berlin Kritik an der Studie kam, bemerkte Remmel noch: „Ilse Aigner ist in der Pflicht, endlich die gesetzlichen Grundlagen zu schaffen, damit die Länder die notwendigen Kontrollen überhaupt durchführen können. Dass sie die neue NRW-Studie jetzt im Gleichklang mit dem westfälischen Bauernverband und der Geflügelwirtschaft kritisiert, belegt ein weiteres Mal, dass die Ministerin primär als Lobbyistin dieser Verbände agiert.“

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