Energiewende rückwärts

Röttgen und Rösler haben sich geeinigt, wie sie der Solarbranche am besten den Hals umdrehen: Chapeau, diese Kürzung der Solarvergütungen wird den Ausbau der dezentralen Erneuerbaren Energien wohl endlich stoppen. Die Pläne sind ein Schlag ins Gesicht für alle, die geglaubt haben, dass diese Regierung es mit der Energiewende und dem Umstieg auf Erneuerbare ernst gemeint haben könnte.

Ein Jahr nach Fukushima beweist schwarz-gelb damit wieder echte Dinosaurierqualitäten.
Die Kürzungen sind derart radikal, dass es das Aus für einen ganzen Wirtschaftszweig bedeuten könnte.  Schon jetzt kommen viele Module aus China, die heimischen Firmen sind nach nunmehr vier Novellierungen des Erneuerbare Energien Gesetzes nicht mehr konkurrenzfähig. Das hat dieser “Wirtschaftsminister” bereits erreicht.
Die Offshore-Windparks kommen auch nicht voran, weil Rösler den Netzausbau blockiert. Dafür hat die Regierung aber die Zahl der von der EEG-Umlage ganz oder teilweise befreiten Unternehmen verzehnfacht! Zusammen mit dem “Kompromiss” zur europäischen Energieeffizienzrichtlinie (bei Oliver Krischer kommentiert), der das 20 %-Ziel der Kanzlerin kippt, haben wir hier einen beeindruckenden Rundumschlag gegen die Energiewende erleben dürfen.
Man kann protestieren: zum Beispiel bei Campact gegen die Verwässerung der EU-Richtlinie oder beim Bundesverband Solarwirtschaft gegen die Kürzungspläne.

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