Fraktion enttäuscht, Windenergieplan von Sundern abgelehnt

Der Kreistag hat den von der Stadt Sundern vorgelegten Teilflächennutzungsplan Windenergie abgelehnt. Die Grüne Kreistagsfraktion ist darüber sehr enttäuscht. Die Fraktion hadert mit dem Argument von Landrat Dr. Schneider und der Kreisverwaltung, dass die Stadt Sundern im Vorfeld nicht mit ihnen kommuniziert habe. „Die Verwaltung und Politik der Stadt Sundern haben in einem über fünf Jahre dauernden Prozess ihre Hausaufgaben gemacht und eine politische Mehrheit für eine Flächenkulisse zustande gebracht, die städtebaulich fundiert ist. Die Stadt Sundern hat keine Kosten und Mühen gescheut, um die von CDU-Kanzlerin Merkel ausgerufene Energiewende im Sinne der vielbeschworenen „kommunalen Planungshoheit“ umzusetzen“, so Antonius Vollmer als Sprecher für die Grüne Kreistagsfraktion.
Umso unverständlicher ist es nach Meinung der Fraktion, dass jetzt der Landrat und die Kreisverwaltung trotz Windkrafterlasses der Landesregierung Düsseldorf und Mediationsverfahren unbeweglich bleiben. Sie befürchten, dass Klagen und Schadensersatzforderungen von den bisher hingehaltenen Projektierern auf den Kreis zukommen. Die immer angesprochene „Verspargelung der Landschaft“ wird jetzt vielleicht eher stattfinden, da demnächst Einzelwindkraftanlagen hier und da in die Genehmigungsphase gehen, weil jetzt die Rückstellungsfrist von zwei Jahren abläuft. Gleichzeitig hat die Stadt Sundern nun keine Möglichkeit, über ausgewiesene Windkraftflächen die Anlagen zu steuern.

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