GRÜNE im Hochsauerland starten Bienenkampagne – und rufen die Bevölkerung zum Mitmachen auf

Die GRÜNEN im Hochsauerland wollen gemeinsam mit der Bevölkerung das Angebot an Wildblumen erhöhen und damit dem Insektensterben entgegentreten. Der Kreisverband Hochsauerland hat mehrere hundert Wildpflanzen- Saattütchen angeschafft, die für alle, die bei der Aktion mitwirken wollen, in der Geschäftsstelle in der Emhildisstraße 1 zur kostenlosen Abholung bereit liegen. Es gibt sogar etwas zu gewinnen: Wer den GRÜNEN per E-Mail Fotos von den Orten zusenden, an denen diese Blumensamen vertreut worden sind, erhält als Dankeschön „Die Bienenhüterin“ wahlweise als Buch oder als DVD. Die Aktion läuft ab sofort an und wird bis Ende Juni andauern.

„Es gab in Deutschland ursprünglich mehr als 270 Pflanzenarten, die den Insekten dienlich waren. Viele dieser Arten sind aber heute regional gefährdet oder ausgestorben. Dagegen wollen wir vorgehen“, sagt Stefan Schütte, Sprecher des Kreisverbands Hochsauerland von Bündnis90/Die GRÜNEN. Er ergänzt: „Machen Sie mit, verteilen Sie unsere Pflanzensamen und schicken Sie uns ihre Fotos. So können wir gemeinsam einen Beitrag für die Artenvielfalt im Hochsauerlandkreis leisten. Wir sind gespannt, wo es demnächst überall blühen wird.“

Die Wildblumensamen können zu den üblichen Geschäftszeiten der GRÜNEN Geschäftsstelle abgeholt werden. Diese lauten:

Montag: 10.00 – 15.00 Uhr

Dienstag: 10.30 – 15.30 Uhr

Mittwoch: 10.00 – 15.00 Uhr

Donnerstag: 10.30 – 15.30 Uhr

Freitag: 08.00 – 13.00 Uhr

Die GRÜNEN wollen mit dieser Kampagne auf das Artensterben in Deutschland aufmerksam machen. Bereits fast 53 Prozent der heimischen Bienenarten, vor allem Wildbienen, gelten als bedroht, so das Bundesamt für Naturschutz. Hinzukommt ein Rückgang der Bienenvölkervielfalt seit 1990 von 40 Prozent. Eine aktuelle Studie über das deutschlandweite Insektensterben zeigte jüngst auf, dass die Biomasse, also die Anzahl von Insekten wie Schmetterlingen, Käfern, Fliegen, usw. gemessen am Stand des Jahres 1990 um mehr als 75 Prozent zurückgegangen ist. Immer weniger Grünflächen, die Verwendung von Pflanzengiften und klimatische Veränderungen tragen erheblich dazu bei, dass nützliche Insekten, die beispielsweise auch für die Nahrungskette zahlreicher weitere Tiere wie Vögel wichtig sind, leise verschwinden.

Weitere Infos

  1. GRÜNE Münsterländer Artenschutzkonferenz (mit zahlreichen spannenden Videos)

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