Spitzentreffen aller NRW-Grünen

NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (l.) und Kreisvorsitzende Annika Neumeister

NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (l.) und Kreisvorsitzende Annika Neumeister

In einer lange geplanten, doch aktuelleren Sitzung denn je tagten am Sonntag im Jahrhunderthaus in Bochum Vertreter*innen aller Orts- und Kreisverbände der NRW-GRÜNEN. Neben Klimaschutz und Parteientwicklung war das dominierende Thema die Flüchtlingspolitik. Hierzu gab es einen regen Austausch zwischen Vertreter*innen aus Land, Bund, Europa und der Basis aus den Kreis- und Ortsverbänden.

So sprach sich Sylvia Löhrmann, NRW-Schulministerin, deutlich für Zuwanderung und Bildung für Zugewanderte, aber auch für Kante zeigen gegen Rechts aus, da NRW sich als Einwanderungsland verstehe. Auch Monika Düker, flüchtlingspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion, äußerte sich in eine ähnliche Richtung: Sie betonte, dass die Ausgaben des Landes für Flüchtlinge deutlich erhöht wurden und die Kommunen vom Land keineswegs alleine gelassen würden, wünschte sich jedoch auch mehr Unterstützung vom Bund.

Als Vertreterin der Grünen im HSK war Kreisvorsitzende Annika Neumeister aus Arnsberg in Bochum. Sie betont, wie wichtig die Einführung der Gesundheitskarte für Asylbewerber ist: „Sie ist ein ein wichtiger Schritt für den Bürokratieabbau sei und bietet Flüchtlingen einfacher als bisher den Zugang zu ärztlicher Versorgung.“

Ebenso erklärt sie:“Auch das Sauerland ist Einwanderungsland: Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sind wir auf Zuwanderung angewiesen und müssen uns fremden Menschen öffnen. Dazu gehören aber auch ein Umdenken der Politik auf Bundesebene und eine Überarbeitung der bestehenden Gesetze, die erlauben müssen, vom Asylbewerber zum Einwanderer zu werden.“
Anregungen für die Flüchtlingsarbeit vor Ort nimmt sie aus der Aussprache mit, die bestehende Ideen untermauerte, aber auch neue Impulse gab. So wäre es sehr hilfreich, wenn es Koordinationsstellen zwischen in der Flüchtlingspolitik haupt-und ehrenamtlich Engagierten gäbe, um noch effektiver und besser zu arbeiten.

Allerdings dürfe eines nicht vergessen werden: „Wir reden viel über die Menschen, die hierher kommen. Doch  viel wichtiger ist es , mit ihnen zu reden.“ Daher sei es von Bedeutung,  nachhaltige Angebote zu schaffen, die die Menschen zusammen bringen. Nur so könnten Vorurteile und Ängste abgebaut und eine echte Kultur der Begegnung etabliert werden.

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld

Mit der Nutzung dieses Formulars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch diese Website einverstanden. Weiteres entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung.