Weihnachtsbaum und Glyphosat

Was nicht sein darf, kann auch nicht sein. Das ist offenbar die Einstellung von Frau Aigner bei der Frage zur Grundwasserbelastung durch Glyphosat, dem Wirkstoff des Pflanzengiftes Roundup.

Auf eine Anfrage der Grünen antwortete ihre Behörde, dass die Funde von Glyphosat im Grundwasser in Deutschland nicht von landwirtschaftlichen Flächen stammen können. Denn dies sei laut Hersteller gar nicht möglich.

Eine charmante Antwort, die sehr schön die Arbeitsfreude der handelnden Personen belegt. Glyphosat im deutschen Grundwasser wird kaum und wenn, dann nur freiwillig untersucht. Spanische Wissenschaftler wollten es genauer wissen: Sie fanden in über 40 Prozent der untersuchten Proben Glyphosat, in Konzentrationen, die bis zu 25 mal höher sind als der deutsche Grenzwert.

Auch in den USA wird Glyphosat immer wieder in Flüssen und Seen nachgewiesen. Aber doch nicht in Deutschland!

Glyphosat ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Herbizid, bekannt unter dem Namen Roundup von Monsanto. Seit 1996 wird glyphosatresistente Gensoja in großen Mengen in Europa als Futtermittel eingesetzt. Über Eier, Milch und Fleisch gelangt Glyphosat auf unsere Teller, ebenso wie der in Glyphosat-Mischungen enthaltene Zusatzstoff POEA sowie das Abbauprodukt AMPA. Letztere sind wesentlich giftiger als Glyphosat selbst.

Zahlreiche Untersuchungen belegen die Giftigkeit für Menschen und Umwelt, schon in geringsten Dosierungen.
Pflanzen werden gegen Glyphosat resistent, immer mehr „Super-Unkräuter“ entstehen. Die Folge: Noch mehr Pflanzengifte.
Auch die Krankheiten bei Tieren, die Roundup-Ready-Gensoja fressen, nehmen rasant zu. Damit steigt auch die Menge der Medikamente, die man den Tieren bis zur Schlachtreife verabreicht.
Dennoch werden importierte Futtermittel nicht auf ihre giftigen Rückstände kontrolliert.
Milch, Käse, Wurst und Fleisch dieser Tiere landen ohne Kennzeichnung auf unseren Tellern.
Trotz der hohen Gefährlichkeit von Glyphosat wurde die für 2012 anstehende Neuzulassung auf 2015 verschoben. Alleine die Lobbyinteressen werden berücksichtigt, völlig unverantwortlich für Menschen und Umwelt! Im Sauerland haben wir mit dem Mittel über die zahlreichen Weihnachtsbaumkulturen zu tun, die gern komplett kahl gespritzt werden, weil jeder Grasbüschel zu einer Lücke im makellosen Weihnachtsbaumbild führen kann. Das toleriert der Kunde nicht. Allerdings toleriert der Sauerländer auch zunehmend unwilliger die Plantagen direkt am Hausgarten. Hier geht es zur BI.

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